Vom 29. April bis zum 2. Mai 2026 fand in Dortmund das Jugend-Zukunftsforum Subsidiarität der young leaders GmbH statt. Die young leaders GmbH ist ein Unternehmen, das in Deutschland und Europa fördert engagierte Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen und dabei bereits erste Führungsverantwortung übernehmen – daher auch der Name „young leaders“. Zur Umsetzung dieser Arbeit kooperiert die young leaders GmbH europaweit mit Ministerien, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden sowie gemeinnützigen Stiftungen. Unter den 42 Teilnehmenden: Unsere Franziska Maria Kubis aus der Q1, die uns auf ihrer Reise mitnimmt! Sie schreibt:
“Nach meiner Anreise am Mittwochmittag stellte sich zunächst die Stiftung Westfalen Initiative für Eigenverantwortung und Allgemeinwohl vor. Der Vortrag von Geschäftsführer Christoph Dammermann bot einen ersten spannenden Einblick in das Prinzip der Subsidiarität: Was bedeutet dieser Begriff eigentlich, wo liegen seine Ursprünge und welche Rolle spielen Instrumente wie die Subsidiaritätsrüge oder -klage? Gerade diese Fragen sollten für die folgenden Tage noch eine zentrale Bedeutung bekommen.
Prof. Dr. Ulrich Pieper, der lange Zeit mehrere unserer Bundespräsidenten juristisch beraten hat, führte rechtlich in das Thema der Subsidiarität1 ein. Später erzählte er spannende Geschichten aus dem Schloss Bellevue. Nach dem Abendessen begann das Herzstück einer jeden young leaders Veranstaltung: das Networking. Bei dem ein oder anderem Kaltgetränk wurden viele neue Kontakte geknüpft.
Am Donnerstag lernten wir zunächst, dass es heutzutage nur einen Vormittag braucht, um eine marktfähige App zu programmieren. Neben wertvollen Strategien zur Problemanalyse lernten wir das sogenannte „Vibe-Coding“ kennen und durften unsere eigene Idee umsetzen. Am Nachmittag beschäftigten wir uns damit inwiefern das Subsidiaritätsprinzip in verschiedenen Branchen Anwendung findet. Ich durfte für die Gruppe Finanzpolitik die Vor- und Nachteile des europäischen Leitzinses präsentieren.
Im Mai ging es weiter mit einem Präsentations- und Rhetoriktraining. Wie fasziniert man als Rednerin oder Redner sein Publikum? Wie kann man mit Stimme und Körperhaltung eine gute Lernatmosphäre schaffen? Diese Fragen wurden unter anderem beantwortet.
Am Nachmittag gab es dann das Highlight des Zukunfts-Forums: das EU-Planspiel. Als Stellvertretende verschiedener Nationalparlamente, Lobbyverbände oder sogar der EU-Kommission diskutierten wir die Einführung eines einheitlichen Schulabschlusses in der EU. Hierbei machten wir uns die Prinzipien der Subsidiaritätsrüge und -klage zunutze. Zwischen den Diskussionen wurde mithilfe der grünen, gelben und roten Karte immer wieder abgestimmt, ob der aktuelle Gesetzesentwurf der EU-Kommission gegen das Subsidiaritätsprinzip verstößt. Ein kleines Erfolgserlebnis meinerseits: Der Vorschlag, den ich als Delegierte von Schweden mit meiner Kollegin vor die Kommission brachte, wurde ausgearbeitet und schlussendlich angenommen!
Nach einer legendären Karaokeparty am Abend hieß es am nächsten Tag schon Abschied nehmen. Während fleißig Podcast-Folgen und Social Media Content produziert wurde, bekamen wir noch die Möglichkeit Carsten Knop, Herausgeber bei der FAZ, zu interviewen und von seiner Erfahrung zu profitieren. Im Anschluss an das Mittagessen war es dann aber wirklich so weit: 4 Tage voller kontroverser Diskussion, wertvollem Input und intensivem Networking sind zu Ende und ich steige mit vielen neuen Erfahrungen in die Regionalbahn nach Duisburg.“ – Eure Franziska Maria Kubis
Das GGM bedankt sich sehr bei Franziska Maria Kubis für die tollen Einblicke und beglückwünscht Sie ganz herzlich zur erfolgreichen Teilnahme des Zukunftsforums der young leaders GmbH. Wir sind Stolz auf dich, toll gemacht!





- Subsidiarität bedeutet, dass Entscheidungen und Aufgaben der kleinsten oder nächstniedrigeren Einheit übertragen werden, die sie effektiv bewältigen kann – sei es das Individuum, die Familie, die Kommune oder der Bund. Höhere Ebenen greifen nur unterstützend ein, wenn untere Ebenen überfordert sind, und fördern so Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. ↩︎
