Start Neuigkeiten Rheinische Post: Die Mensa kommt doch
 
Rheinische Post: Die Mensa kommt doch PDF Drucken E-Mail

Nach den Herbstferien soll mit dem Bau einer Mensa am Grafschafter Gymnasium begonnen werden. In der aus Prosa-Mitteln bestrittenen Mensa wird Essen nur ausgegeben, nicht gekocht. Betreiber ist der SCI Moers.

von tobias schwerdtfeger

Manchmal führt Beharrlichkeit eben doch zum Ziel. Das erlebte zumindest Schulleiter Hans Jürgen Hucks, als er nach der ersten und völlig überraschenden Absage an eine Schulmensa für das ehemalige Moerser Mädchengymnasium nicht locker ließ. Im Mai wurde das von langer Hand geplante Bauvorhaben unerwartet ersatzlos gestrichen. "Wir haben darauf hin bei der Stadt und der Prosa unseren Unmut bekundet", erinnert sich Hucks. Das Warten und Ringen hat sich gelohnt. "Nach den Herbstferien kommen die Handwerker", freut sich der Schulleiter. Wenn sie nach rund einem Jahr den Schulhof wieder verlassen, dann glänzt dort neben der neuen Schulmensa auch ein neuer Sanitärtrakt mit Umkleidekabinen vor der Sporthalle. Denn dort, wo sich bisher die Pennäler zum Sport die Schuhe binden, wird in Zukunft Schnitzel mit Pommes Frites ausgegeben. Finanziert wird das Ganze komplett durch Prosa-Mittel aus der Sanierungsphase II.

Da man nun keinerlei städtische Mittel mehr in Anspruch nehme, könne der Landrat als Finanzaufsichtsbehörde den Umbau nun auch nicht mehr stoppen. "Eine Mensa ist unabdingbar", sagt Hucks, der nun die Ungleichbehandlung zwischen den Moerser Gymnasien zu Ungunsten des Grafschafter Lehrinstituts erstmal beendet sieht - zumindest was die Möglichkeit der Schülerverpflegung am Nachmittag anbelangt. Zwar habe man nun keine Kochmensa, wie einst geplant, sondern eine reine Ausgabenmensa, die, wie das bisherige Provisorium, dann wahrscheinlich auch vom Sci versorgt werden wird. Mehr war nicht drin, das habe man seitens Prosa schnell deutlich gemacht. Aber das stört den Rektor gar nicht.

Das bisherige provisorische Modell der Ausgabemensa werde überaus gut angenommen. Pünktlich zum 100. Geburtstag des Gymnasiums im nächsten Jahr könnten dann die ersten Teller über den Tresen gehen. Ob man dann zu einem fürstlichen Bankett lade, sei noch abzuwarten. "Wenn die Küche das hergibt gerne", scherzt Hucks sichtlich vergnügt.



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. April 2013 um 14:27 Uhr