Vom 01. bis 06. Februar 2026 tauschte der Certi Lingua Projektkurs des Grafschafter Gymnasiums das niederrheinische Grau gegen die andalusische Küste ein. Unsere Reise zur Sprachschule „Maravillas“ in Benalmádena war geprägt von intensiven Lernerfahrungen, herzlicher Gastfreundschaft und einem Wetterereignis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ankunft und herzlicher Empfang
Unsere Reise begann am Sonntagnachmittag am Flughafen Düsseldorf mit dem Flug nach Málaga. Nach der Landung wurden wir per Privattransfer zur Sprachschule gebracht, wo wir bereits gespannt von unseren Gastfamilien erwartet wurden. Diese unmittelbare Aufnahme in den spanischen Alltag war für uns alle ein besonderes Erlebnis – die Gastfreundschaft der Menschen vor Ort hat uns tief beeindruckt und uns sofort ein Gefühl von „Heimat auf Zeit“ vermittelt.
Authentisches Spanischlernen und erste Erkundungen
Während der gesamten Fahrt wurden wir von Herrn Herz und Frau Kleinemenke begleitet. Den Fachunterricht selbst erlebten wir jedoch in seiner authentischsten Form: In der Sprachschule Maravillas absolvierten wir insgesamt 12 Unterrichtsstunden bei einer muttersprachlichen spanischen Lehrkraft. Der direkte Kontakt mit der Sprache war fordernd, aber durch die professionelle Vermittlung unglaublich effektiv. Zwischen den Lektionen stärkten wir uns beim täglichen Buffet-Almuerzo direkt in der Schule.
- Montag: Nach den ersten Unterrichtseinheiten und dem Mittagessen starteten wir mit einer Orientierungstour durch Benalmádena. Gemeinsam erkundeten wir unseren Heimatort für die Woche, um uns für die kommenden Tage zurechtzufinden.
Flexibilität im Sturm: Glück im Unglück
In dieser Woche lernten wir eine Seite Südspaniens kennen, die man in den Reiseprospekten selten sieht: den Sturm „Leonardo“. Die Andalusier vor Ort sprachen uns immer wieder kopfschüttelnd auf das Wetter an, doch wir hatten „Glück im Unglück“. Während andere Regionen schwerer getroffen wurden, blieb unsere Stadt glücklicherweise von den schlimmsten Auswirkungen verschont. Dennoch erforderte die Wetterlage eine flexible Anpassung unseres Programms:
- Dienstag: Da sich der Sturm für die Wochenmitte ankündigte, wurde der Besuch von Málaga kurzfristig vorverlegt. Wir besichtigten die beeindruckende Festung Alcazaba und genossen das Flair der Provinzhauptstadt bereits einen Tag früher als ursprünglich geplant.
- Mittwoch: Aufgrund der heftigen Sturmböen hatten wir „sturmfrei“. Wir nutzten die Zeit für Aktivitäten in den Gastfamilien und ließen uns die „Good Vibes“ trotz des Wetters nicht nehmen.
- Donnerstag: Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, erlebten wir einen spanischen Power-Tag: Wir kombinierten den Paella-Kochkurs mit dem leidenschaftlichen Flamenco-Tanzkurs. Es war ein Fest für die Sinne, bei dem wir Rhythmusgefühl bewiesen und lernten, wie eine traditionelle Paella zubereitet wird.
Ein sonniger Abschluss an der Costa del Sol
- Freitag: Nach den letzten Unterrichtsstunden und dem Verstauen der Koffer in der Schule ließen wir die Reise entspannt ausklingen. Am Nachmittag genossen wir einen gemeinsamen Strandspaziergang an der Costa del Sol. Bei einem Eis kam pünktlich zum Abschied auch die andalusische Sonne wieder zum Vorschein, bevor wir am späten Nachmittag den Transfer zum Flughafen antraten.
Fazit
Trotz des „Wetterpechs“ war die Fahrt ein voller Erfolg. Wir kehren mit der Erkenntnis zurück, dass die andalusische Herzlichkeit und die tollen Gastfamilien selbst den stärksten Sturm überstrahlen. Ein großer Dank gilt der Sprachschule Maravillas für die hervorragende Organisation und die unvergessliche Betreuung.
Das GGM bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Herz und Frau Kleinemenke für die tolle Organisation. Nur Dank Euch ist so ein Ausflug für unsere Schülerinnen und Schüler möglich! Ein großes Dankeschön auch an die Schülerinnen und Schüler, die sich neugierig und freudig auf alle Aktivitäten eingelassen haben – nur gemeinsam kann man so schöne Erinnerungen schaffen!

