Start Neuigkeiten Europawoche 2016: Pressekonferenz und offenes Diskussionsforum – ein gelungener Vormittag
 
Europawoche 2016: Pressekonferenz und offenes Diskussionsforum – ein gelungener Vormittag PDF Drucken E-Mail

Waren im vergangenen Jahr die Probleme religiöser Toleranz in Europa von unseren Schülern diskutiert, europaweit erforscht und vom Europaministerium prämiert worden, so standen in diesem Jahr die grundsätzlichen Schwierigkeiten interkultureller Begegnungen zwischen unterschiedlichsten Gesellschaftsformen, bis hin zur Integration in einen neuen Kulturraum zur Diskussion. Die Ergebnisse Ihrer Überlegungen und Nachforschungen haben unsere Schüler am 2.5.2016 in einer Pressekonferenz präsentiert und im anschließenden offenen Diskussionsforum zur Diskussion gestellt.

Mit dem Thema „Kant, das Grundgesetz und die Flüchtlinge oder: Muss man über Menschenwürde aufklären?“ hatten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 im März dieses Jahres erneut einen gut dotierten Förderpreis (2000,-€) des Europaministers NRW gewonnen. Waren im vergangenen Jahr die Probleme religiöser Toleranz in Europa von unseren Schülern diskutiert, europaweit erforscht und vom Europaministerium prämiert worden, so standen in diesem Jahr die grundsätzlichen Schwierigkeiten interkultureller Begegnungen zwischen unterschiedlichsten Gesellschaftsformen, bis hin zur Integration in einen neuen Kulturraum zur Diskussion. Die Ergebnisse Ihrer Überlegungen und Nachforschungen haben unsere Schüler am 2.5.2016 in einer Pressekonferenz präsentiert und im anschließenden offenen Diskussionsforum zur Diskussion gestellt.

Acht Schülerinnen und Schüler führten zunächst in die Problemlage, die durchgeführten Aktivitäten und die Ergebnisse ein. Sie erläuterten zu Beginn das Kantische Würdekonzept unseres Grundgesetzes, in dem klassische Ehre-Modelle keinen Platz mehr haben. Dann stellten sie die Überlegungen des kanadischen Philosophen Charles Taylor vor, der Kants Respektkultur durch eine Grundhaltung der ‚Anerkennung’ ersetzen und interkulturell aufwerten will. Schließlich berichteten die vortragenden Gruppen über ihren Fragebogen zur Ehre/Würde-Problematik und erläuterten die Grundzüge einer „Gebrauchsanleitung für würdebasierte Gesellschaften“, die sie in einer deutschen, englischen und französischen Version erstellt hatten.


Etliche hochkarätige Gäste konnten begrüßt werden und nahmen anschließend mit großem Interesse an der offenen Diskussion im Forum teil. Unter ihnen der Bürgermeister der Stadt Moers, Herr Fleischhauer, und die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg, Frau Waltraud Schleser. Beide beteiligten sich intensiv an den lebhaften Diskussionen unter Gästen und Schülern, wobei die einhellige Meinung aller Beteiligten in die gleiche Richtung ging: unsere Schüler haben die Problemlage sehr prägnant erfasst und dargestellt und sich überdies in besonders differenzierter Weise – und auch auf sehr hohem Niveau – mit der Problematik auseinandergesetzt. „Das ist mehr als nur Schule, das ist erfolgreiche Menschenbildung“, lobte Herr Fleischhauer abschließend die rundum gelungene Schülerleistung. Wir sind guten Mutes, dass er Recht behalten wird.



Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 14. Mai 2016 um 11:01 Uhr