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Besuch beim Institut für Schiffs- und Meerestechnik PDF Drucken E-Mail

Unser LK-Physik besuchte das Institut für Schiffs- und Meerestechnik der UNI-Duisburg-Essen (DUE)


Am 14.01.2013 war der LK-Physik, Jahrgangsstufe 12/13, Gast im Institut für Schiffs- und Meerestechnik der UNI-DUE.

Herr Oberingenieur Lantermann informierte uns in seinem Vortrag zunächst über die verschiedenen Schiffstypen und deren Einsatzbereiche, u.a. Binnenschiffe, Küstenmotorschiffe, Schubschiffe, Containerschiffe, die bis zu 400m Länge haben und für ganz bestimmte Routen gebaut werden, Frachtschiffe, Fährschiffe, „Traumschiffe“, Flugzeugträger, Unterseeboote, Luxusjachten, aber auch Segeljachten.

Anschließend wurden wir über den Aufbau des Studiums der Schiffs- und Meerestechnik im Rahmen des Studiengangs Maschinenbau unterrichtet:

7 Semester Bachelorstudium:

- 8 Wochen Grundpraktikum, sollte möglichst vor Beginn des Studiums abgeleistet werden.

- Grundlagen des allgemeinen Maschinenbaus, u.a. Mathematik, Mechanik, Informatik, Elektrotechnik, Regelungstechnik, Thermodynamik, Werkstofftechnik.

- Vertiefung Schiffstechnik: Grundlagen der Schiffsfestigkeit, des Schiffsentwurfs, der Schiffshydrodynamik, der Schiffskonstruktion, von Schiffsmaschinenanlagen.

- 12 Wochen Fachpraktikum.

- Bachelorarbeit


3 Semester Masterstudium:

- Schiffsentwurf, Seeverhalten / Manövrieren von Schiffen, Schiffsmaschinenanlagen, Schiffsfestigkeit.

- Wahlpflichtfächer: Meerestechnik, Entwurf von Unterseebooten, Hafenanlagen und Logistik, Dynamik des Segelns und Gleitens, Einrichtung und Ausrüstung von Schiffen, Schiffssicherheit.

- Masterarbeit


Das Institut verfügt über ein eigenes Labor mit angeschlossener Werkstatt. Hier können Schiffsentwürfe realisiert und untersucht werden, wovon wir uns nach dem Vortrag überzeugen konnten. Zwei weitere Mitarbeiter des Instituts hatten für uns Versuche / Tests vorbereitet:

Im ersten Versuch konnten wir das Strömungsverhalten des Wassers an einem Schiffsmodell in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit und der Wassertiefe studieren. Es war gut zu erkennen, wie sich das Schiff bei höherer Geschwindigkeit und mäßiger Wassertiefe wegen des geringeren Drucks, verursacht durch eine hohe Fließgeschwindigkeit des Wassers unter dem Schiff, im hinteren Teil neigte.

Im zweiten Versuch sahen wir hinter einer sich schnell drehenden Schiffsschraube einen Schweif aus Wasserdampf, der sich wegen des sich einstellenden Unterdrucks bildet.

Im dritten Versuch strömte Wasser mit mäßiger Geschwindigkeit an einem Flügelprofil vorbei. Durch Hinzufügen geringer Mengen Farbstoffs konnte die Wirbelbildung hinter dem Profil über eine längere Strecke sichtbar gemacht werden.

In der anschließenden Diskussion wurde auch über die Betreuung während des Studiums gesprochen. Dabei erfuhren wir, dass ein großer Vorteil des Schiffstechnik-Studiums die überschaubaren Studierendenzahlen sind. So können Professoren, Lehrbeauftragte und Assistenten eine individuelle Betreuung der Studenten anbieten. Aber auch die Studierenden der höheren Semester helfen offensichtlich gern.

Die Berufsaussichten sind wohl auch gut: Es gibt lukrative Arbeitsplätze bei Schiffswerften im In- und Ausland, Zulieferern der Schiffsbauindustrie, Schiffsbauforschungseinrichtungen, Reedereien, Ministerien und Behörden sowie in Unternehmen des Maschinenbaus, der Automobiltechnik, der Luft- und Raumfahrt und in vielen anderen Bereichen.

Neben den Versuchen waren für uns auch die Erläuterungen von Herrn Lantermann und seinen Mitarbeitern von der UNI-DUE, die auch die zahlreichen von Schülern und dem Lehrer gestellten Fragen beantworten konnten, sehr informativ. Nochmals vielen Dank!


Thomas








Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Januar 2013 um 22:07 Uhr