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Prix des lycéens allemands PDF Drucken E-Mail


Doch was verbirgt sich hinter diesem Kürzel?

PDLA steht für Prix des lycéens allemands. Das ist ein Preis, mit dem nun schon zum siebten Mal französische Jugendliteratur ausgezeichnet wird. Und die Juroren – deutsche Jugendliche. Oberstufenschüler. Die über die Bücher diskutieren. Auf Französisch!

Die französische Botschaft in Deutschland, das Institut Francais und der Klett-Verlag stellen jedes Jahr eine Auswahl an aktuellen französischen Jugendromanen zusammen.

Die Schüler lesen die Romane und arbeiten mit ihnen im Unterricht, um anschließend – auf französisch – darüber zu diskutieren und das beste Buch auswählen.

Es ist also ein Wettstreit zwischen Büchern und nicht etwa zwischen den Schülern. Die nämlich bilden die Jury, und zu lebhaften Debatten in französischer Sprache kommt es eben zwischen den Preisrichtern.

Und eine oder einen von ihnen schicken sie dann als Vertreter in die Landesdebatte. Dort kürt NRW das beste Buch, und die Schüler entscheiden, wer von ihnen im Finale in Leipzig dabei sein soll.

Bei der dortigen Buchmesse wird von den 16 Ländervertretern ein Roman „ausdiskutiert“, der dann schließlich den Literaturpreis erhält und ins Deutsche übersetzt wird, damit er noch mehr Jugendlichen in Deutschland zugänglich ist.


Unsere Schüler haben sich also daran gemacht, die recht unterschiedlichen Bücher zu lesen.

Die Bandbreite reichte von einem Roman über eine atomare Katastrophe (silence on irradie) über eine Geschichte über den Tod des Vaters (Ne plus vivre avec lui) und über ein Mädchen in einer Vorstadt von Marseille (16 ans et des poussières) bis hin zur Entwicklung eines Analphabeten zum begeisterten Leser (La tête en friche).

So unterschiedlich die Romane auf den ersten Blick schienen, gelang es den Schülern doch, viele Gemeinsamkeiten bei Themen wie der Rolle von Familien und Freunden, der ersten Liebe, der Natur, der Bedeutung von Kultur, Büchern, Schule herauszuarbeiten.

Wie passend, dass unsere Schüler bei diesem Lektüreprojekt ausgerechnet einen Roman auswählten, bei dem es um die Lust am Lesen geht!

Nach der Schuldebatte waren die Schüler – zu Recht – ziemlich stolz auf ihre Leistungen. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir das so gut hinbekommen, die ganze Zeit auf französisch zu diskutieren“, so ein Schüler des Kurses.

Bei der Landesdebatte in Düsseldorf hat Lena Kohaupt unsere Schule vertreten und mit 36 weiteren délégués über die Romane diskutiert. Als Fans (oder wie sagt man auf Französisch?) waren Annika Cornelius, Julia Erbe, Luisa Kurth und Maren Galetzki dabei. Und die waren – genauso wie ihre Lehrerin – schwer beeindruckt von der Begeisterung, mit der die Schüler auf hohem Niveau diskutierten.

Ein Projekt, das die Schüler stark motiviert, nicht nur zu lesen, sondern auch über Literatur, und überhaupt Französisch zu sprechen.



Allen Teilnehmern ganz herzlichen Dank für die Teilnahme,

„chapeau!“ für die Leistung

und weiterhin „bonne lecture!“

Frau Wissing


Informationen zum Prix des lycéens allemands gibt es auch unter:

www.institut-francais.fr/prixdeslyceens




Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. April 2013 um 14:26 Uhr