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Londonfahrt 2010 PDF Drucken E-Mail

Um 23 Uhr fährt der Doppeldeckerbus von unserer Schule aus los; die recht große Zahl von Londonteilnehmern (74 Personen) belegt fast jeden Platz im Bus, der uns in einer Nachtfahrt durch das Dreiländereck Holland, Belgien und Frankreich befördert. Während sich die einen fröhlich unterhalten oder Musik hören, schlafen die anderen nach kurzer Zeit bereits ein. Schließlich steht uns ein langer und anstrengender Tag in London bevor, für den man fit sein muss.


Nach einigen Stunden im Bus und zwischenzeitigen Pausen erreichen wir den französischen Hafen Calais. Hier steht die Passkontrolle an. Nun wird es aufregend. Von Calais geht unsere Fahrt mit dem „Huckepackzug“ für knapp 40 Minuten unterirdisch durch das Wasser des Ärmelkanals (= Channel Tunnel) weiter. Die Fahrt mit dem Eurotunnelzug ist sicherlich schneller als mit der traditionellen Fähre, aber nicht so romantisch. Die Luft wird drückend, und es ist sehr warm. Bei einigen brechen ein wenig Beklommenheit und Unwohlsein aus, aber einige Schüler nutzen die nächtliche Überfahrt für ein paar Popsongs. Und London ist nicht mehr weit entfernt.

Nach Ankunft in Folkestone erreichen wir ohne Umschweife am frühen Samstagmorgen gegen kurz nach 8.oo Uhr (britische Zeit) unser Ziel: London – Tate Gallery – Millbank Street. Erschöpft, aber sichtlich erleichtert steigen wir aus dem Bus und beginnen London zu besichtigen.

Wer will, kann sich Frau Söller und Herrn Nitsche anschließen und einen kleinen Rundgang starten. Der gemeinsame Spaziergang führt uns an der politischen Meile der Hauptstadt vorbei (Houses of Parliament – Big Ben – Downing Street). In kleinen Gruppen spazieren wir gemütlich in Richtung Trafalgar Square, wo sich dann die Wege trennen. Dann beginnt für jeden von uns ein erlebnisreicher Tag. Dabei bietet die Day Travel Card, welche man für einen fairen Preis kaufen kann, eine gute Möglichkeit: Mit ihr darf man den ganzen Tag U-Bahn oder Bus fahren – für viele eine völlig neue Erfahrung, zumal es sehr hektisch in den U-Bahn Stationen zugeht. Mit Hilfe der U-Bahn schafft man es zügig viele berühmte Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen: Buckingham Palace, Westminster Abbey, Tower of London und Tower Bridge, um nur einige zu nennen.


Zwischenzeitig sind aber Pausen nötig, da das viele Laufen nicht nur für die Füße ermüdend ist, sondern auch an die Nerven geht. Cafés, Parks, McDonalds und Burger King sind gute Alternativen zum ständigen Laufen. Nach der einen oder anderen Stärkung geht es dann ohne Verdruss weiter. Schließlich möchten wir alle möglichst viel sehen. Auch Shoppen steht bei vielen auf dem Programm. Das Kaufhaus “Primark“ ist zum Beispiel für viele ein beliebtes Geschäft, da es schöne und vor allem günstige Kleidungsstücke anbietet.

Wer möchte, kann sich um 15.00 Uhr mit Frau Söller und Herr Nitsche am Piccadilly Circus treffen. Da aber alle Mitreisenden in London sehr „beschäftigt“ sind, nehmen nur ein paar ganz wenige diesen freiwilligen Treffpunkt wahr.

Während des langen Tages können wir uns auch einige Eindrücke von den Engländern und ihrem Verhalten machen. Neben ihrem britischen Akzent sind sie alle sehr hilfsbereit und freundlich. Außerdem muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Engländer auf der linken Straßenseite fahren.

Auch wenn die Temperaturen recht frisch in London (ca. 15 Grad) sind, kommt es glücklicherweise nur ganz vereinzelt zu kleinen Regenschauern, ansonsten kann man mit dem legendären Londoner Wetter im Großen und Ganzen zufrieden sein.

Wie unterschiedlich ein jeder von uns den Tag in London genutzt hat, zeigt sich an den angeregten Gesprächen beim Wiedersehen am Abend. Um 21:45 Uhr treffen wir uns alle an unserem Treffpunkt, der Tate Gallery, wieder. Erschöpft, aber glücklich lassen wir uns in die Sitze des Busses sinken und freuen uns auf zu Hause. Dank der Schlafdecken und Kopfkissen erleben die meisten die Rückfahrt nur zum Teil mit, da die Müdigkeit sie beherrscht. Da die Luft im oberen Deck des Busses mit den vielen Reisenden auf engem Raum recht knapp wird, werden nötige Zwischenstopps eingelegt.

Endlich um 8 Uhr am Sonntagmorgen erreicht der Bus Moers, und das eigene Bett ist nicht mehr weit entfernt. Erschöpft gehen wir auseinander. Viele Fotos lassen uns an die schöne Fahrt erinnern, und vielleicht sind einige auch nächstes Jahr wieder dabei, wenn es heißt: “GGM Goes to London“.

Isabel Grabow (11)


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. April 2013 um 14:29 Uhr