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Schüler schreiben Gruselbuch PDF Drucken E-Mail

Moers (RP/ 11.2.2010)) Eigentlich wollten Max und Lisa mit ihren Freunden draußen im Freien nur eine fröhliche Grillparty feiern, doch dann geht alles schief. Als die jungen Leute vor einem einsetzenden Regenschauer in eine nahe gelegene Villa flüchten, ahnen sie noch nicht, dass sie dort in den nächsten Stunden die grauenvollsten Erlebnisse ihres Lebens haben werden.

"Die Villa des Grauens" heißt die spannende Geschichte, und geschrieben wurde sie von zwölf Schülern der Jahrgangsstufe sechs im Rahmen eines zweitägigen Schulprojektes zum Oberthema "Medien" am Grafschafter Gymnasium in Moers. Die zwölf Sechsklässler hätten sich unter diesem Thema auch mit den Römern beschäftigen, eine Radiosendung oder Zeitung machen oder ganz allgemein die digitale Welt erkunden können, doch sie wollten schreiben. Die Gründe dafür waren so verschieden wie die Teilnehmer selber. Vanessa Pugell hatte zum Beispiel schon vorher eine Zeit lang bei der Schülerzeitung mitgearbeitet und wollte ihr Talent jetzt mal auf einem anderen Schreibgebiet ausprobieren. Adelisa Memic war bei ihren bisherigen Schreibversuchen leider schon des Öfteren gescheitert und hatte sich von der Teilnahme an dem Projekt ein paar Schreibtipps erhofft. Und Janine Lehmanns Grund war einfach nur die Freude am Lesen gewesen. Das klingt nach einer Menge Individualismus, dennoch sollte das Ganze von Anfang keine Kurzgeschichtensammlung sondern ein richtiger, gemeinschaftlich geschriebener Roman werden: "Da kann man dann stolz drauf sein", wie eine der Autorinnen bei der Vorstellung des Werkes im Grafschafter Gymnasium mit leuchtenden Augen bemerkte. So galt es sich denn schon im Vorfeld zwischen so gängigen Romanthemen wie zum Beispiel Liebe, Abenteuer, Fanstasie oder Horror zu einigen. Das Rennen machte schließlich das Letztere, weil es so viele Möglichkeiten für "action" bot. In einer ersten Lesung wurde den Schülern zweier anderer Projektgruppen auf der Aula-Bühne das fertige Buchvorgestellt. "Die wurden von Minute zu Minute immer gebannter", erinnerte sich Mathematiklehrer Ulrich Eickmeyer, der das Projekt betreut hat. Betreut, aber bewusst nicht reglementiert, und so erscheint er auch nicht auf der unter dem Buchtitel verewigten Unterschriftenliste der zwölf Autoren.




Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. April 2013 um 14:32 Uhr