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Exkursion 12 Religion 2009 PDF Drucken E-Mail

„Ein Koffer für die letzte Reise“ – eine Exkursion des Kath. Religionskurses 12 in die Düsseldorfer Johanneskirche am 02.09.09

Das Projekt „Ein Koffer für die letzte Reise“ fordert auf, sich zu besinnen: auf Endlichkeit jeden Lebens, auf die individuelle Suche nach dem Wesentlichen.

Der Bestattungsunternehmer Pütz-Roth stellte über 100 Menschen identische Koffer zur Verfügung. Seine Spielregeln waren einfach: „Packe deinen Koffer, als wenn heute deine letzte Reise wäre. Schaue zurück auf dein Leben und nimm die Dinge mit, die dich als Mensch so unverwechselbar machen.“

Das Ergebnis ist ein berührendes, faszinierendes Bild dessen, was uns wichtig und nahe ist oder dessen Nähe wir uns wirklich wünschen.

Der Kath. Religions-Kurs in der Jahrgangsstufe 12 machte sich auf den Weg, um diesen ungewöhnlichen Einblick in das Leben und den Tod zu erfahren.

Es folgen einige Gedanken und Bilder, die die Schüler mit nach Hause genommen haben:

Die in der Evangelischen Johanneskirche ausgestellten Koffer reflektieren ein einzigartiges Bild.
Sie zeigen, was Menschen unterschiedlicher Interessen und Lebensziele über ihre letzte Reise denken, und geben Einblick in deren Gefühlswelt.                                 

Einige lassen ihren Koffer leer, da sie ohne Besitz gekommen sind und ohne Besitz gehen werden, andere um den Koffer jenen zu "geben", die sich im Leben vor dem Tod keinen eigenen leisten können.
Andere dagegen beziehen neben Erinnerungsstücken auch sehr materiell-erscheinende Gegenstände mit ein, wobei man jedoch im Nachhinein zu dem Schluss kommen kann, dass auch diese Menschen Erinnerungen mit dem Inhalt ihres Koffers verbinden, lediglich ungewöhnlichere als andere.
Was genau die Menschen unter dem "Koffer für die letzte Reise" verstehen ist individuell, ein neues Leben in anderer Form, der Weg zu Gott, oder etwas völlig anderes. Viele dieser Koffer beinhalten Gegenstände, die auf andere Menschen verweisen, was darauf schließen lässt, dass die Liebe der zentrale Ausgangspunkt und Sinn in jedem Leben ist, und die beste Möglichkeit zur Selbstverwirklichung darstellt. Abschließend möchte ich mich für diese "Reise" in die Welt der Gedanken und Gefühle anderer Menschen bedanken.


Text: Benedikt Durben

Fotos: Natalie Mai



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. April 2013 um 14:36 Uhr