Londonfahrten PDF Drucken E-Mail

GGM goes to London 2012


Auch zum Ende dieses Schuljahres findet wieder die bereits traditionelle Londonfahrt des Grafschafter Gymnasiums statt.

Für das Wochenende vom 15. – 17. Juni 2012 ist eine große Reisetruppe von 73 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern angemeldet (Schüler der Oberstufe, Referendare, Lehrer und einige Freunde als „Gäste“).

Einige Londonfahrer sind bereits zum zweiten oder dritten Mal dabei.

Über die Londonfahrten der vergangenen Jahre wurden von den begleitenden Schülern sehr ausführliche Reiseberichte angefertigt, die sich zum Nachlesen auf der Grafschafter Homepage (Rubrik: Englisch / Londonfahrten) befinden.

Daher gibt es dieses Mal nur eine kurze Übersicht über den Verlauf der aktuellen Fahrt, ergänzt durch einige Fotoschnappschüsse.


Freitag, 15. Juni 2012

• 23:15 Uhr: Der große Doppeldeckerbus des Reiseunternehmens Welter Tours aus Straelen kommt leider etwas verspätet (bedingt durch einen Reisetermin davor) zum vereinbarten Haltepunkt in unmittelbarer Nähe der Schule.

• Abfahrt (Straßenecke Bankstraße / Landwehrstraße) um 23:30 Uhr bei starkem Regen.

• Fahrt durch das Dreiländereck: Niederlande / Belgien / Frankreich.

• In Belgien findet in der Nacht eine Pause von einer Dreiviertelstunde zum Auftanken des Busses und zur Einhaltung der Ruhe- und Lenkzeiten des Busfahrers statt.


Samstag, 16. Juni 2012

• 5:00 Uhr nachts: Ankunft in Calais.

• Das geplante Einchecken am französischen Port Eurotunnel kann jedoch leider nicht eingehalten werden, da in der Nacht zuvor zwei Züge aufgrund technischer Probleme ausgefallen sind.

• Somit verzögert sich durch den Rückstau die ursprüngliche Abfahrtszeit (5:57 Uhr) um anderthalb Stunden. Die neue Abfahrtszeit von Calais nach Folkestone ist um 7:30 Uhr. Da die Fahrtzeit mit dem Zug allerdings nur 40 Minuten beträgt, kommen wir bereits um 8:10 Uhr in England an.

• Da die englische Uhrzeit (= Greenwich Mean Time) um eine Stunde vor der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) liegt, erreichen wir erfreulicherweise Folkestone bereits um 7:10 Uhr.

• Weiterfahrt auf der Autobahn M20.

• Und nach einem letzten Zwischenstopp an einer Raststätte (kurz vor London) (Pause von 7:40 – 8:30 Uhr) findet um 9:30 Uhr die Ankunft in der Londoner City bei sonnigem, leicht windigem Wetter statt, das heißt nicht zu spät und bei angenehmen Temperaturen für den Stadtbummel.

• Die Haltestelle liegt sehr zentral: Victoria Embankment

(direkt an der Themse – gegenüber dem London Eye).

• Die geplante Orientierungsfahrt mit dem eigenen Reisebus fällt jedoch aufgrund der verspäteten Abfahrt in Calais aus.


• Von 9:45 – 10:45 Uhr: Geführter Spaziergang (freiwillige Teilnahme) vom Ufer der Themse bis zum Trafalgar Square.

• Dieser Gang führt uns vorbei an sehr bedeutsamen Sehenswürdigkeiten Londons: Houses of Parliament / Westminster Abbey / Big Ben / Downing Street / Horse Guards / Whitehall / The Mall mit Blick auf den Buckingham Palace / Trafalgar Square mit Nelson Column.

• Freie und individuelle Gestaltung des Londontages.

• Aufenthalt in London: 13 (!) Stunden.

• Sehr viele Londonteilnehmer nutzen den Samstagvormittag für die Geburtstagsfeier der englischen Königin, die sich in einer beeindruckenden Parade durch London den interessierten Blicken der Menschen zeigt.

• “Trooping the Colour“ nennt sich dieses Spektakel. Diese Parade findet jedes Jahr am 2. Samstag des Monats Juni zu Ehren der Königin statt, die zwar bereits im April Geburtstag hat, aber aufgrund der Wetterlage ihren Geburtstag immer zwei Monate später in London feiert.

• 15.00 Uhr: angebotener Treffpunkt für zwischendurch (nur wer möchte und wenn es irgendwelche Probleme gäbe) am

Piccadilly Circus an der Eros Statue.

• Am Samstagabend um 22:30 Uhr:

Bereitstellung des Busses am vereinbarten Treffpunkt gegenüber dem London Eye.

Aufgrund der günstigen Abfahrtsstelle treffen alle Londonfahrer pünktlich ein.

• 23:00 Uhr: Abfahrt aus London


Sonntag, 17. Juni 2012

• Kurz vor 2:00 Uhr: Ankunft in Folkestone am Port Eurotunnel.

• Problemloser Check – In.

• Um 2:53 Uhr: Abfahrt des Zuges aus Folkestone.

• Erreichen des Festlandes (Frankreich – Calais) um 3:30 Uhr (Greenwich Mean Time).

Auf dem europäischen Festland ist es bereits 4:30 Uhr (MEZ).

• Weiterfahrt nach Moers.

• Kurze Pause an einer Tankstelle in Belgien.

• 9:25 Uhr: Ankunft in Moers (= Friedrich – Ebert – Parkplatz)

• Reisezeit insgesamt: 35 Stunden!


Mit großer Vorfreude sei bereits an dieser Stelle gesagt:

Aufgrund der positiven Resonanz aller Mitreisenden wird es auch in diesem Schuljahr 2012/2013 diese Londonfahrt wieder geben, und zwar

von Freitag, d. 21. Juni, bis Sonntag, d. 23. Juni 2013.

Anmeldungen bitte ab Februar 2013 bei Frau Söller / Herrn Nitsche.


Moers, im August 2012

J. Nitsche



GGM goes to London 2011


Und wieder einmal hieß es: „GGM IS LEAVING FOR LONDON“.


Nach einer sehr kurzen Anmeldezeit im Februar, in der alle Busplätze für die Londonfahrt bereits nach einer Woche belegt waren, freuten sich 75 Londonbegeisterte am 8. Juli 2011 auf den Start der Londonfahrt.

Auch wenn diese Reise mit Hin – und Rückfahrt in der Nacht recht anstrengend ist, belohnt diese „Tour de Force“ die Mitreisenden immer wieder mit eindrucksvollen Erlebnissen in der City of London.

So auch dieses Mal, wie der vorliegende Londonbericht zeigt –

eine Zusammenstellung aus Einzelaufsätzen von Franziska Hortz, Anna Pugell, Jacqueline Weyers, Fadel Karout und Samir Mokdad.


Am späten Freitagabend (23 Uhr!) besteigen wir alle mit großer Vorfreude den Doppeldeckerbus, der uns nach einigen hundert Kilometern Autobahnfahrt zur SeaFrance Fähre in Calais (Frankreich) bringt.

Die Passkontrolle ist ganz unbürokratisch; die Schüler bleiben im Bus, brauchen nur ihre Personalausweise hoch zuzeigen. Lediglich Frau Jansen fällt bei der lockeren Kontrolle dem Beamten auf. Da sie im Schlaf nicht mit bekommen hatte, dass der Beamte nur ihren Pass sehen möchte, bemerkt sie mehrmals genervt, dass sie nichts zu verzollen habe und hebt als Beweis nur ihr Schlafkissen hoch.

Während der Fährenüberfahrt verbessert sich zunehmend das Wetter, und am frühen Samstagmorgen erhalten die weißen Klippen von Dover den weltberühmten sonnigen Anstrich.

Gegen 9 Uhr Ortszeit kommen wir in London an, und schnell verfliegt die anfängliche Müdigkeit.

Mit nur noch leichter Bewölkung und immer stärker werdenden Sonnenstrahlen spaziert die Londontruppe gemeinsam von der Tate Gallery den Houses of Parliament und Westminster Abbey entlang; wir kommen zur Downing Street. No 10, wo uns an dieser höchst brisanten politischen Stelle Londons die stark bewaffneten Polizeibeamten mit ihren schusssicheren Westen auffallen.

Am Trafalgar Square mit der herausragenden Admiral Nelson Statue löst sich die große Schülergruppe auf, und je nach Wünschen und Vorlieben erkunden wir in Kleingruppen London auf eigene Faust.

Die meisten von uns benutzen das Londoner U-Bahnsystem, um möglichst viel von der Stadt zu sehen. Bei der Betrachtung bedeutender Sehenswürdigkeiten erleben wir das englische Treiben in vollen Zügen. Die Oxford Street ist am Nachmittag so sehr von Touristen überfüllt, dass es auf offener Straße zu einer Art „Menschenstau“ kommt.

Während der Spaziergänge sammelt man viele neue Erfahrungen mit der englischen Sprache und trifft auf manche kuriose Engländer.


Mit sehr vielen Einzelerlebnissen, interessanten Fotoschnappschüssen und nach ca. 12 Stunden Stadtaufenthalt treffen alle – sichtlich von Müdigkeit übermannt und von qualmenden Füssen gepeinigt – am Abend am vereinbarten Treffpunkt wieder ein.


Etwas Pech haben lediglich vier Schüler, die einem Taxifahrer den Platz unserer Abfahrt mit der richtigen Angabe „Tate Britain“ mitteilen. Dieser bringt sie aber dann zur falschen Adresse, denn neben der Kunstgalerie „Tate Britain“ gibt es in London noch die „Tate Modern“.

Mit einem sportlichen Sprint und außer Atem kommen sie dennoch im gesetzten Zeitlimit ans Ziel und springen direkt in den Bus.

In krummer Sitzhaltung und seltsamen Verrenkungen versucht jeder während der Rückfahrt etwas Schlaf nachzuholen. Hübsch anzusehen sind auch dieses Mal wieder die mitgebrachten Schlafutensilien der Oberstufenschüler wie die Kuschelkissen in Herzform und die bunten Paradiesdecken, in die sie sich restlos einhöhlen.

Mit Freude auf Zuhause erreichen wir wie vereinbart um 8.30 Uhr am Sonntagmorgen Moers.

Erzählen, Frühstücken, Duschen, Schlafen … sind die Hauptaktionen an diesem Sonntag.


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Anna Pugell:

„Alles in allem hatte ich einen sehr schönen und tollen Tag.

Nächstes Jahr würde ich auch liebend gerne wieder mit nach London fahren, denn, obwohl es nur ein kurzer Aufenthalt war, hat es sich sehr gelohnt.“.


Ein wichtiger Londontipp von Franziska Hortz:

„Es ist zu empfehlen, sich vorher Gedanken darüber zu machen, was man in London sehen und machen möchte und wie man es zeitlich ungefähr einplanen kann.“


Samir Mokdad:

„Das Wochenende in London war ein sehr gelungener Ausflug und auf jeden Fall empfehlenswert.“


Fadel Karout:

„Im Großen und Ganzen kann ich die Fahrt nur empfehlen, da man ein solch günstiges und gut organisiertes Angebot nicht alle Tage bekommt.“

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Diese positive Resonanz der Londonfahrer stärkt Frau Söller und Herrn Nitsche in ihrer Vorplanung, diese Englandfahrt auch wieder im nächsten Schuljahr für interessierte Schüler anzubieten:

“So be welcome, when GGM goes to London in 2012!”







GGM goes to London 2010

Big Ben, Buckingham Palace und rote Telefonzellen. Dies sind einige Stichpunkte, die einem als Erstes einfallen, wenn man an London denkt. Sie einmal selbst zu sehen dagegen ist ein Erlebnis wert.

So bot die diesjährige Londonfahrt eine gute Gelegenheit dazu.

Am Freitag, dem 18. Juni 2010, ist es endlich soweit:

Um 23 Uhr fährt der Doppeldeckerbus von unserer Schule aus los; die recht große Zahl von Londonteilnehmern (74 Personen) belegt fast jeden Platz im Bus, der uns in einer Nachtfahrt durch das Dreiländereck Holland, Belgien und Frankreich befördert. Während sich die einen fröhlich unterhalten oder Musik hören, schlafen die anderen nach kurzer Zeit bereits ein. Schließlich steht uns ein langer und anstrengender Tag in London bevor, für den man fit sein muss.


Nach einigen Stunden im Bus und zwischenzeitigen Pausen erreichen wir den französischen Hafen Calais. Hier steht die Passkontrolle an. Nun wird es aufregend. Von Calais geht unsere Fahrt mit dem „Huckepackzug“ für knapp 40 Minuten unterirdisch durch das Wasser des Ärmelkanals (= Channel Tunnel) weiter. Die Fahrt mit dem Eurotunnelzug ist sicherlich schneller als mit der traditionellen Fähre, aber nicht so romantisch. Die Luft wird drückend, und es ist sehr warm. Bei einigen brechen ein wenig Beklommenheit und Unwohlsein aus, aber einige Schüler nutzen die nächtliche Überfahrt für ein paar Popsongs. Und London ist nicht mehr weit entfernt.

Nach Ankunft in Folkestone erreichen wir ohne Umschweife am frühen Samstagmorgen gegen kurz nach 8.oo Uhr (britische Zeit) unser Ziel: London – Tate Gallery – Millbank Street. Erschöpft, aber sichtlich erleichtert steigen wir aus dem Bus und beginnen London zu besichtigen.

Wer will, kann sich Frau Söller und Herrn Nitsche anschließen und einen kleinen Rundgang starten. Der gemeinsame Spaziergang führt uns an der politischen Meile der Hauptstadt vorbei (Houses of Parliament – Big Ben – Downing Street). In kleinen Gruppen spazieren wir gemütlich in Richtung Trafalgar Square, wo sich dann die Wege trennen. Dann beginnt für jeden von uns ein erlebnisreicher Tag. Dabei bietet die Day Travel Card, welche man für einen fairen Preis kaufen kann, eine gute Möglichkeit: Mit ihr darf man den ganzen Tag U-Bahn oder Bus fahren – für viele eine völlig neue Erfahrung, zumal es sehr hektisch in den U-Bahn Stationen zugeht. Mit Hilfe der U-Bahn schafft man es zügig viele berühmte Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen: Buckingham Palace, Westminster Abbey, Tower of London und Tower Bridge, um nur einige zu nennen.

Zwischenzeitig sind aber Pausen nötig, da das viele Laufen nicht nur für die Füße ermüdend ist, sondern auch an die Nerven geht. Cafés, Parks, McDonalds und Burger King sind gute Alternativen zum ständigen Laufen. Nach der einen oder anderen Stärkung geht es dann ohne Verdruss weiter. Schließlich möchten wir alle möglichst viel sehen. Auch Shoppen steht bei vielen auf dem Programm. Das Kaufhaus “Primark“ ist zum Beispiel für viele ein beliebtes Geschäft, da es schöne und vor allem günstige Kleidungsstücke anbietet.

Wer möchte, kann sich um 15.00 Uhr mit Frau Söller und Herr Nitsche am Piccadilly Circus treffen. Da aber alle Mitreisenden in London sehr „beschäftigt“ sind, nehmen nur ein paar ganz wenige diesen freiwilligen Treffpunkt wahr.

Während des langen Tages können wir uns auch einige Eindrücke von den Engländern und ihrem Verhalten machen. Neben ihrem britischen Akzent sind sie alle sehr hilfsbereit und freundlich. Außerdem muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Engländer auf der linken Straßenseite fahren.

Auch wenn die Temperaturen recht frisch in London (ca. 15 Grad) sind, kommt es glücklicherweise nur ganz vereinzelt zu kleinen Regenschauern, ansonsten kann man mit dem legendären Londoner Wetter im Großen und Ganzen zufrieden sein.

Wie unterschiedlich ein jeder von uns den Tag in London genutzt hat, zeigt sich an den angeregten Gesprächen beim Wiedersehen am Abend. Um 21:45 Uhr treffen wir uns alle an unserem Treffpunkt, der Tate Gallery, wieder. Erschöpft, aber glücklich lassen wir uns in die Sitze des Busses sinken und freuen uns auf zu Hause. Dank der Schlafdecken und Kopfkissen erleben die meisten die Rückfahrt nur zum Teil mit, da die Müdigkeit sie beherrscht. Da die Luft im oberen Deck des Busses mit den vielen Reisenden auf engem Raum recht knapp wird, werden nötige Zwischenstopps eingelegt.

Endlich um 8 Uhr am Sonntagmorgen erreicht der Bus Moers, und das eigene Bett ist nicht mehr weit entfernt. Erschöpft gehen wir auseinander. Viele Fotos lassen uns an die schöne Fahrt erinnern, und vielleicht sind einige auch nächstes Jahr wieder dabei, wenn es heißt: “GGM Goes to London“.



Isabel Grabow (11)

Londonfahrt 2009

London 2009 Foto

Wir schreiben den 12. Juni 2009. Es ist Freitagabend, 22 Uhr. Ein Bus vom Unternehmen Glauch-Reisen aus Viersen steht vor dem Grafschafter Gymnasium, bereit zur Abfahrt. 61 Personen, 58 Schüler aus der Oberstufe (manche mit Freunden oder Verwandten) und 3 Lehrkräfte (Frau Böer, Frau Söller & Herr Nitsche) verstauen ihre letzten Sachen im Bus. Unsere nächtliche Busfahrt durch Holland, Belgien und Frankreich beginnt. Das erste Ziel ist Calais. Von dort geht es mit dem Schiff rüber nach Dover und von da aus ab nach London City. Die Fahrt ist recht lang, doch vor Freude auf das Kommende ist weder an Schlaf noch an Unmut zu denken. Aufgeregtes Geplapper erfüllt den Bus. Doch vor Calais beginnen so einige langsam müde zu werden.


Aber der frische Wind an Deck der Fähre weckt alle wieder auf, und ein besonders schöner Anblick sind die weißen Kreidefelsen von Dover am frühen Samstagmorgen, bevor wir die Insel erreichen. Dann geht es sofort weiter. London ist nicht mehr weit. Gegen 7 Uhr morgens (Londoner Zeit) erreichen wir unser Ziel. Wir steigen aus, strecken und versammeln uns. Eine Sightseeing-Tour zu Fuß wird von unseren Lehrern angeboten. Einige Mitreisende beginnen sofort ihren individuellen Erkundigungstrip, die meisten nehmen am kleinen gemeinsamen Spaziergang teil. Vorbei geht es am politischen Puls der Stadt (Downing Street No. 10); unser Weg führt uns an der königlichen Wachparade (Horse Guards) vorbei bis hin zum Trafalgar Square (Admiral Nelson). Danach teilen sich alle in kleine Grüppchen auf und ziehen auf eigene Faust los, die Hauptstadt Englands zu besichtigen.


Und wahrhaftig, es gibt viel zu sehen. Betrachtet man nicht nur die allzu berühmten Bauwerke wie Westminster Abbey, Big Ben, Houses of Parliament, Buckingham Palace und viele mehr, sondern auch die wunderbaren Parkanlagen, so wird man nach einiger Zeit feststellen, dass mehrere Straßen gesperrt sind. Der Grund: Die Queen feiert ihren Geburtstag!

Wir stellen uns hinter die Absperrung und warten ungeduldig, gleich soll es losgehen. Aufgeregtes Geflüster, die ersten Soldaten reiten auf braunen Pferden vorüber. Überall hört man das Klicken von Kameras. Dann beginnt die Parade: Soldaten marschieren, Offiziere reiten, die Leibgarde der Queen dahinter, und dann erscheint sie höchstpersönlich, sitzend in einer schwarzen, geschmückten Kutsche, die von zwei sehr schön ausstaffierten Schimmeln gezogen wird. Hinter ihr marschieren und reiten weitere Soldaten. Diese spielen eine Marschmelodie, allein zu Ehren ihrer Majestät der Königin. Wir verfolgen einige Zeit die Kutsche, dann endet unsere Sicht, die Menschenmassen sind zu gewaltig.

Also gehen wir Richtung Green Park, der ist am Nächsten. Und was sehen unsere Augen da? Ein weiteres Schauspiel??? Über hundert Fahrradfahrer - völlig nackt! Männlein und Weiblein radeln an uns vorüber - allein in ihren Adams- und Evaskostümen. Ein recht lustiges Schauspiel. Wir erfahren, dass die Nacktaktion am Samstagmorgen mit einer großen Kundgebung im Hyde Park beginnt und am späten Nachmittag im Londoner Bankenviertel endet – zur großen Überraschung der immer stattlich gekleideten Bankiers, die sich genauso wundern wie wir. Und in der Tat liest man am nächsten Morgen in der Zeitung: „Rund 1200 Nudisten schwingen sich zur größten Nacktradeltour der Welt in den Sattel, nebenan feiert Königin Elisabeth II. Geburtstag“.

Nach diesen ganzen Erlebnissen aber hat man erst einmal Hunger. Zudem wollte man doch auch noch shoppen gehen! Aber das ist alles kein Problem. Unsere Rückfahrt ist erst für 22 Uhr abends geplant, mehr als genug Zeit. Camden Town, Kings Cross, Hyde Park, Piccadilly Circus, Oxford Street …. - wir können noch alles sehen, zumal die angenehme Tagestemperatur von mehr als 25 Grad mit fast wolkenlosem Himmel uns alle erfreut.

Doch irgendwann geht auch ein Londoner Tag zu Ende, und unsere Uhren zeigen auf kurz vor Zehn. Ab geht es zurück nach Deutschland. Geplant ist der gleiche Weg zurück, wie wir hingekommen waren: London – Dover – Calais – Moers. Jedoch was passiert uns auf der Strecke von London nach Dover? Der Bus fährt über irgendeinen Gegenstand mitten auf der Autobahn und verliert prompt einen Reifen. Wir halten. Unser Busfahrer ruft den Reparaturdienst. Selbst um so eine späte Uhrzeit sind die Londoner Mechaniker noch voll einsatzbereit. Es dauert nicht einmal eine dreiviertel Stunde, und schon kann der Bus einen neuen Reifen aufgesetzt bekommen. Dann geht es weiter. Wir sind zwar nicht mehr in unserem Zeitplan, doch wir schaffen es trotzdem nach Hause. Dort fallen alle müde, aber glücklich den Eltern, Freunden oder ihrem eigenen Auto in die Arme und fahren zurück in ihr trautes Heim. Dort kann man Fotos gucken, viel erzählen, und ganz bestimmt können manche auch von einer großen Stadt namens London träumen und sind vielleicht im nächsten Jahr wieder dabei …


Kevin Voß (Klasse 13)

» Zu den Fotos der Londonfahrt


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. November 2012 um 17:30 Uhr